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Erneuerbare Energien: Kärnten mit Spitzenplatz

13.08.2018 18:45
8,3 Tonnen CO2 verursacht ein durchschnittlicher Kärnter pro Jahr. Dank des hohen Anteils an erneuerbarer Energiequellen ist das aber weniger, als ein durschnittlicher Österreicher (9,1 Tonnen) verbraucht. Was macht Kärnten besser? Bioenergie klar vor der Wasserkraft Bioenergie ist 2016 mit einem Anteil von 62 % klar die Nummer eins unter den erneuerbaren Energien. Dies liegt auch am Ressourcenreichtum Kärntens, das in Österreich mit 61 % den zweithöchsten Waldanteil aufweist. Die jährlich je nach Wassermenge schwankende Wasserkraft ist mit 35 % zweitwichtigste erneuerbare Energiequelle Kärntens. Wärmepumpen, Sonnenenergie und Windkraft fristen im Vergleich dazu bislang ein Schattendasein. Ohne Bioenergie läge der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch statt bei 51 % nur bei 20 %. Biomasse deckt in Kärnten 32 % des Energieverbrauchs, mehr als in jedem anderen Bundesland. Hackgut und Sägenebenprodukte stellen mit 44 % die größte Biomassefraktion – ein Verdienst der starken Kärntner Forstwirtschaft und Sägeindustrie. Ablauge der Papierindustrie ist der zweitwichtigste biogene Brennstoff (22 %), dahinter folgt Brennholz mit 16 %. Kärntner Raumwärme fast zur Hälfte mit Holz erzeugt Der Anteil an Holzbrennstoffen für die Beheizung von Wohnräumen in Kärnten liegt bei 49 %. Bis 2008 lieferte noch Heizöl die größte Wärmemenge in die Haushalte. Seit 2003/04 ist der Heizölverbrauch in Kärnten um 34 % zurückgegangen; die Anzahl der mit Öl heizenden Haushalte ist um 24.000 auf 61.500 Stück gesunken. Ebenfalls 61.500 beträgt zurzeit die Anzahl der Holzheizer in Kärnten. Übertroffen werden diese Zahlen von der Fernwärme, an die fast 70.000 Haushalte angeschlossen sind. Von der Energiemenge her deckt die Fernwärme bisher 14 % des Raumwärmeverbrauchs. Fernwärme wird in Kärnten zu 67 % aus Biomasse erzeugt, dafür sorgen etwa 175 Biomasseheizwerke sowie elf KWK-Anlagen. Seit der Inbetriebnahme des modernen Biomasseheizkraftwerkes Klagenfurt Ost im März 2017, das 27.000 Klagenfurter Fernwärmeanschlüsse bedient, deckt Biomasse über 90 % des Fernwärmebedarfes der Landeshauptstadt. 100 % erneuerbarer Strom dank Wasserkraft Kärnten verfügt über 540 Wasserkraftanlagen, die im Jahr 2016 85 % der Stromproduktion des Bundeslandes bereitstellten. Somit verhilft vor allem die Wasserkraft Kärnten zu einem Anteil von 100 % Ökostrom. Genau wie Salzburg, das Burgenland und Tirol kann Kärnten den Eigenstrombedarf komplett aus erneuerbaren Energien decken. Die Biomasse steuert immerhin 12 % zur Stromproduktion bei: 7 % kommen von den Holzheizkraftwerken, die neben Wärme auch Strom produzieren, 4 % stammen aus der Laugenverbrennung der Papierindustrie. Die Photovoltaik verzeichnet einen stetigen Ausbau, trägt aber erst 1,4 % zur Stromerzeugung bei. Die Windkraft spielt in Kärnten ein mit nur zwei Windkraftwerken am Plöckenpass keine nennenswerte Rolle. Masterplan für Klimasorgenkind Verkehr: Mobilitätsverhalten ändern Der größte Anteil der Kärntner Treibhausgasemissionen entfällt auf den Verkehr (35 %), die gestiegene Straßenverkehrsleistung und der Kraftstoffexport sind die Gründe, dass diese Emissionen seit 1990 um 60 % zugenommen haben. Der Treibstoffverbrauch im Straßenverkehr wird von fossilem Diesel (74 %) und Benzin (19 %) dominiert. Trotzdem hat sich die Kärntner Landesregierung das Ziel 100 % erneuerbare Mobilität bis 2035 gesetzt – bei einem derzeitigen Anteil von 11,5 % eine Herkulesaufgabe. Der Mobilitätsmasterplan sieht nicht nur um die Umstellung von Benzin- und Dieselfahrzeugen auf Elektroautos, sondern auch die Änderung des Mobilitätsverhaltens vor. Ziel ist, den Anteil des öffentlichen Verkehrs auf 20 % und jenen des Rad- und Fußgängerverkehrs auf 40 % zu heben sowie den Beitrag des motorisierten Individualverkehrs von 77 % auf 40 % zu senken. Im Straßenverkehr soll das Geschwindigkeitsniveau reduziert werden, auf Autobahnen wird generell Tempo 100 empfohlen. Bis 2021 sollen zudem alle Eisenbahnstrecken in Kärnten elektrifiziert werden. Neue Wohnbauförderung richtungsweisend für Ausstieg aus Ölheizung Neben dem Mobilitätsziel setzt der Energiemasterplan Kärntens auch die beiden Oberziele 100 % erneuerbarer Strom und 100 % erneuerbare Raumwärme bis 2025. Das erste Ziel hat Kärnten mit 100 % Ökostrom bereits 2014 erreicht. Der Anteil erneuerbarer Energien zur Deckung des Raumwärmebedarfs betrug 2016 59 % – deutlich mehr als der Bundesschnitt von 45 %. Allerdings hat der niedrige Heizölpreis der letzten Jahre den Umstieg von fossilen Heizsystemen auf Biomasse deutlich gebremst. 2015 erfolgte nur in 143 Gebäuden ein Heizungstausch; zur Zielerreichung wären jährlich etwa 5.500 Heizungen nötig. Der 2017 vollzogene Umstieg der Fernwärme Klagenfurt auf Biomasse hilft, den Abstand auf das 2025-Ziel zu verringern. Einen weiteren Anschub dürfte die 2018 in Kraft getretene Kärntner Wohnbauförderung bringen, die Sanierungsmaßnahmen nur unter der Bedingung fördert, dass keine Heizungssysteme auf fossiler Basis (Kohle, Heizöl, Elektroheizungen, Infrarotheizungen, Gas) verwendet werden.

Deutschland verbietet Rockergang "Osmanen Germania" • NEWS.AT

10.07.2018 09:28
Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die rockerähnliche Gruppe "Osmanen Germania BC" verboten und ihnen jede Tätigkeit untersagt. "Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus", erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem liefen in der Früh Razzien in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.

Deutschland verbietet Rocker „Osmanen Germania“

10.07.2018 08:39
Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die rockerähnliche Gruppe „Osmanen Germania BC“ verboten und ihnen jede Tätigkeit untersagt. „Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus“, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Dienstagfrüh wurden Razzien in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gegen Mitglieder der Gruppierung durchgeführt.